Appetitlosigkeit – was tun, wenn der Hunger fehlt?

Appetitlosigkeit – was tun, wenn der Hunger fehlt? Einfach mal mehr essen, sagen Freunde und Bekannte neidisch, wenn Sie davon sprechen, zunehmen zu wollen. Das ist einfacher gesagt als getan. Denn Krankheiten, Stress oder Appetitlosigkeit machen das Essen nicht zum Genuss, sondern zu einer Qual. Was ist Appetitlosigkeit? Es gibt einen klaren Unterschied zwischen Hunger und Appetit. Es ist möglich, dass Untergewichtige Hunger verspüren, dieser beim Gedanken an aber schnell Essen vergeht. Hunger macht sich durch körperliche Signale bemerkbar, während Sie Appetit auch verspüren können, wenn der Magen voll ist. Hunger ist ein körperliches Signal, dass durch das Hormon Serotonin ausgelöst wird. Ein knurrender Magen kann aber auch dann entstehen, wenn der Blutzuckerspiegel sinkt. Dann erinnert das Gehirn schnell und deutlich daran, etwas zu essen. Appetit ist dagegen kein körperliches Signal, sondern ein Gefühl. Vielleicht sehen Sie ein leckeres Gericht am Nachbartisch im Lokal oder riechen die Pommes am Pommesstand und plötzlich läuft Ihnen das Wasser im Mund zusammen. Viele Menschen verspüren Lust auf etwas Süßes, auch wenn sie gerade erst zu Mittag gegessen haben. Bei Appetitlosigkeit führen dagegen bestimmte Sinneseindrücke nicht mehr zur Lust auf Essen, sie bewirken eher das Gegenteil. Einigen Vegetariern könnte beispielsweise die Lust am Essen schlagartig vergehen, wenn sie gebratenes Hühnchen riechen. Anderen Menschen wird nahezu schlecht, wenn sie nur Essen denken. Die Mahlzeiten werden von den Sinnen nicht mehr mit Genuss, sondern mit Widerstand oder sogar Ekel verbunden. Wie kommt es zu Appetitlosigkeit? Woran liegt es, wenn das Essen nicht schmeckt und der Hunger schon beim Anblick von Schnitzel, Pommes oder Kuchen vergeht? Appetitlosigkeit kann auf psychischen Stress, eine Magersucht oder Krankheiten zurückzuführen sein. Auch eine Depression oder Liebeskummer führen zu Appetitlosigkeit. Appetitlosigkeit kann auch dann entstehen, wenn Halsschmerzen, Entzündungen im Mundraum, Darmerkrankungen oder Magenschmerzen das Essen schmerzhaft machen. Schnell erinnert die Nahrungsaufnahme an körperliche Schmerzen. Die daraus entstehende Appetitlosigkeit kann auch dann anhalten, wenn die körperlichen Symptome bereits behandelt wurden. Auch die Sucht nach Alkohol, Nikotin und andere Drogen unterstützen die Appetitlosigkeit. Wir empfehlen, bei anhaltender Appetitlosigkeit und Untergewicht immer zuerst Rücksprache mit einem Arzt zu halten, um behandlungsbedürftige körperliche oder psychische Krankheiten auszuschließen. Untergewicht und Appetitlosigkeit – ein Teufelskreislauf Sogar Untergewicht kann zu Appetitlosigkeit führen. Je weniger Körpermasse sie haben, desto weniger Energie benötigt der Körper. So können Untergewicht und Appetitlosigkeit zu einem gefährlichen Teufelskreislauf führen: Sie haben wenig Appetit und essen deswegen wenig, nehmen ab und verspüren infolgedessen noch weniger Appetit. Befinden Sie sich in dieser Abwärtsspirale, sollten Sie dringend etwas dagegen tun. Sind Sie bereits beim Zunehmen, können Sie dagegen aufatmen: Der Kreislauf zeigt sich auch in die andere Richtung. Das heißt, je mehr Körpermasse Sie zulegen, desto mehr Hunger und Appetit werden Sie auch haben. Mit jedem zusätzlichen...